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Südsiebenbürgischen Kirchenburgen in der Liste der Weltdenkmalstiftung

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Die südsiebenbürgischen Kirchenburgen sind von der Weltdenkmalstiftung (World Monuments Fund) in die Liste der am meisten gefährdeten Denkmäler aufgenommen worden. Die Anregung für diesen Schritt kam von der Leitstelle Kirchenburgen des Landeskonsistoriums der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien.

Ioana Deac, bei der Leitstelle verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, sieht darin eine Chance, um künftig zusätzliche Spenden und Sponsorengelder für den Erhalt der Kirchenburgen einzuwerben. Die Leitstelle stellte den Antrag zur Aufnahme auf die Liste und begründete diesen mit der akuten Bestandsgefährdung eines großen Teiles der Denkmallandschaft.

Die Liste der Weltdenkmalstiftung wird alle zwei Jahre zusammengestellt und umfasst ca. 100 bedrohte Denkmäler. Momentan enthält die Liste („Watchlist 2010“) 93 gefährdete kulturelle und architektonische Stätten aus insgesamt 47 Ländern. In dieser Initiative, welche 1996 ins Leben gerufen wurde, sind bisher 630 historische Stätten berücksichtigt worden. Die Hälfte der Denkmäler erhielten finanzielle Zuwendungen von 34 Millionen Euro durch die Weltdenkmalstiftung. Diese führten wiederum zum Einwerben zusätzlicher Mittel im Höhe von 102 Millionen Euro.
In dem hier betrachteten Fall wurden nicht einzelne Denkmäler sondern die gesamte Kirchenburgenlandschaft Süd-Siebenbürgens in die Liste aufgenommen. Weitere Denkmäler aus Rumänien stehen nicht auf dieser Liste. Wir können es als eine ganz besondere Ehre betrachten, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weltweit auf unsere Kirchenburgen gelenkt wurde.